Tag 04 – Wandern durch Seoul´s Geschichte – 29.09.2015

Die beste Nachricht des heutigen Morgens war, dass es dem tränenden Auge unserer Kleinen bedeutend besser ging. Auch der leichte Regen des Vorabends hatte sich in strahlend blauen Himmel verwandelt. Wir waren generell vom Wetter ein wenig überrascht. Hatten wir eher tropische Hitze erwartet, so fanden wir sehr angenehme und warme – aber eben nicht heiße – Temperaturen vor. Seoul ist doch schon einiges weiter im Norden, als das, was wir vom letzten Jahr kannten.

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Wir starteten unsere Sightseeingtour mit der, schon liebgewonnenen,  morgentlichen Odysee des Kinderwagenrauftragens. Heute hatte wir fast das Gefühl, dass uns diese Stufen auslachten… 😉

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Oben angekommen, versuchten wir nochmals unser Glück bei gefühlten dreißig Geldautomaten. Immer das gleiche Problem – wir bekamen nicht mehr Bares, als das eher bescheidene Tageslimit. Unser Vertrauen in die, eigens für unsere Reisen angelegte DKB-Karte war nun endgültig erschüttert (ich möchte erwähnen, dass dies in Südostasien nie ein Problem war).

Plötzlich fanden wir ihn – einen Automaten der Maestro kannte. „Auf meine Raika ist Verlass“, meinte mein Mann und deckte uns mit genügend Scheinen für die nächsten Tage ein. Wieder eine Sorge weniger 😉

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Daraufhin brach erstmal ein Glücksgefühl aus und wir konnten uns wieder einen Kaffee in den zahlreichen Coffeeshops gönnen. Nach einer kleinen Stärkung statteten wir weiteren Sehenswürdigkeiten der Innenstadt einen Besuch ab.

Wir starteten mit dem Jogyesa-Tempel, der der Hauptsitz des buddhistischen Ordens Jogyejong in Korea ist. Beim Besichtigen der Hallen fiel uns wieder der gute Vorsatz der letzten Jahre ein, nämlich dass wir uns mal intensiver mit diesem Glauben beschäftigen werden. Wir sind uns ziemlich sicher, dass wir dann auch mehr verstehen würden.

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Liselotte war es egal, sie freute sich über die vielen Laternen, die an der Decke hingen. Wir lasen, dass jedes Jahr im Mai – zu Buddhas Geburtstag – die ganze Tempelanlage mit unzähligen Laternen geschmückt wird. Beim Anblick der schon vorhandenen, kaum vorstellbar.

Wir freuten uns, dass die Leute sehr positiv auf die Kinder reagierten. So bekam Lilo von einer Frau Kuchen geschenkt und in einem Seiteneingang vom Tempel steckte ihr eine Frau Süßigkeiten und Geld zu. Das war mir ganz schön unangenehm. Den 1000 Won-Schein ließen wir sie in den Opferstock beim Buddah werfen.

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Es ging weiter zum Jongmyo, einem riesigen Park, der ein paar Königsgräber enthielt. Wir konnten es kaum fassen, dass man mitten in einer Großstadt das Gefühl haben konnte irgendwo im Wald zu stehen…

Auf dem Weg dorthin, kam Liselotte noch in den Genuss eines typisch asiatischen Schnäppchens 😉

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Hauptsache Plastik 🙂

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Da unser Rückweg ohnehin an zwei weiteren Palästen vorbeiführte, statteten wir auch diesem einen Besuch ab. Diese Bauwerke entstanden alles während der selben Dynastie, daher unterschieden sie sich für unser ungebildetes Auge kaum… Hier hatten wir ein ähnliches Problem wie mit dem Buddhismus. Wir kannten die historischen Hintergründe nicht.

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Zum Entdecken gab es aber trotzdem viel…

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Liselotte freute sich ganz besonders über die Leute, die in traditionellen Gewändern rumliefen (und davon gab es einige) und diese wiederum freuten sich über unser Baby 😉

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Ein weiteres Geschenk gabs dann am Maronistand…

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Nach einer kleinen Kaffeepause schlenderten wir dann noch durch eines der letzten erhaltenen, traditionellen Wohnviertel von Seoul.

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Wir stellten dabei fest, dass dies eine Haupttouristenattraktion war. Da es aber kaum westliche Touristen gab, fiel uns dies nicht sonderlich auf. Es erstaunt uns immer wieder, dass wir in Asien, Asiaten nicht als Touristen wahrnehmen.

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Es fing schon an zu dämmern, daher wollten wir zurück in Hotelnähe um uns ein Lokal fürs Abendessen zu suchen. Dabei fiel uns auf, dass es abends viel wuseliger zuging…

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Mit der Bahn ging es sehr schnell zurück zu unserem Hotel (wir wohnten ja auch in der Innenstadt). Dort angekommen nahmen wir nicht die gewohnten Wege, sondern versuchten es in der anderen Richtung. Mein Mann hatte am Vorabend – auf der Geldautomatensuche – einige Restaurants entdeckt.

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Es dauerte nicht lange, dann saßen wir schon in einem rustikalen Essenslokal, das Korean BBQ anbot. Wir nahmen nicht an einem Tisch Platz, sondern saßen auf dem Fußboden. Somit hatte sich auch das Problem erledigt, weil wir keinen Kinderwagen für die Kleine mit reinnehmen konnten. Die Lösung war ganz einfach. Ich legte sie einfach neben mich 😉

Die Inhaber sprachen kein Wort Englisch, dafür waren sie umso herzlicher. Christof ging einfach zu den Nebentischen und deutete dann auf das, was gebracht werden sollte. Und dann dauerte es wieder nicht lange, bis wir einen voll gedeckten Tisch vor uns hatten…

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Für Lilo wurde noch eine Art Omlette gebracht und unser Gretchen bekam zeitverzögert das Mittagessen ;-).

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Satt und zufrieden verabschiedeten wir uns und gingen heim ins Hotel.

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