Tag 21 Siem Reap – Tonle Sap 13.10.2014

Nach dem Frühstück gings mit dem Tuk-Tuk zehn Kilometer nach Süden zum Tonle Sap See. Unser Fahrer ließ sich heute durch einen Freund vertreten – dieser stellte sich aber auch als sehr freundlich und zuvorkommend raus. Es ging durch Vororte von Siem Reap, die kaum Spuren von Tourismus aufwießen. Dies änderte sich schlagartig an der Bootsanlegestelle…

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Unzählige Boote standen bereit, um Urlauber zu den schwimmenden Dörfer zu bringen. Wir wissen nicht wie, aber unser heutiger Fahrer kaufte die Bootstickets zum halben Preis für uns.

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In unserer Vorstellung sah das Dorf in etwa so aus, wie die schwimmenden Dörfer in der Halong-Bucht in Vietnam…

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Nach einer Viertelstunde Bootsfahrt waren wir schlauer. Die Häuser in diesem Dorf standen viel weiter auseinander und waren insgesamt auch größer. Wir meinten auch, dass es moderner aussah. Mit dem Boot fuhren wir einmal durch. Links und rechts beobachteten wir die Fischer, die gerade ihren Fang einfuhren. Obwohl es naheliegend war, erklärte uns der Guide des Bootes, dass die Leute hauptsächlich von Fischerei leben. Im Prinzip war damit der interessante Teil des Ausfluges beendet und die touristische Verblödung begann 😉

Erst karrte man uns zu einer Krokodilfarm. Wir dachten ja, dass wir gestern Tierquälerei gesehen hätten. Da wurden wir eines Besseren belehrt…

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In einem schwimmenden Käfig lagen mindestens vier Krokodile. Wir sind zwar nicht Steve Irving, aber hier waren wir uns sicher, dass diese Reptilien nicht artgerecht gehalten wurden. Das Becken war verdreckt, viel zu klein und die Tiere waren teilweise mit Moos bewachsen. Ich bat meinen Mann nicht das Wort „Greenpeace“ zu verwenden. Wahrscheinlich würde man dies hier nicht gern hören und auf keinen Fall jemanden davon sehen wollen und womöglich hätten sie mit uns kurzen Prozess gemacht. 😉

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Etwas besser ging es da der Schlange, die man sich umhängen konnte. Eigentlich wollten wir diese Art der Belustigung nicht unterstützen, aber da Christof furchtbare Angst vor Schlangen hat, mußte er sie anfassen (Umhängen wäre zuviel gewesen…)

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Nachdem die Tiere abgehakt waren, kamen die Menschen dran… Der Mann vom Boot erzählte uns, dass man für die Schule etwas spenden konnte. Gute Sache – dachten wir. Es solle aber kein Geld sein, sondern Reis, den man im schwimmenden Markt kaufen konnte. Das Boot nahm Kurs auf den schwimmenden Reismarkt und Christof stieg aus, um für zehn Dollar Reis zu kaufen. Ziemlich bald kam er wieder raus und meinte, dass es nichts für zehn Dollar gäbe, der Zehn-Kilo-Sack Reis (das Billigste dort) kostete 30. Ich rechnete kurz und kam zum Schluss, dass wir das Geld lieber direkt der Lehrerin geben.

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Die Schule schwamm passenderweise gleich neben dem Markt. Wir gaben unsere Spende ab, hatten aber irgendwie das Gefühl, dass diese nie bei einem Kind ankommen wird. Die ganze Situation war sonderbar. Die volle Klasse sprang auf und grüßte uns, als wir anlegten. Keiner hatte irgendwie einen Stift oder Heft oder Blatt Papier vor sich liegen. Die Tafel war nicht beschrieben… Als wären die Kinder Schauspieler für Touristen.

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Das Gefühl von der Schule gestern etwas Gutes getan zu haben, hatten wir heute nicht mehr. Wir waren aber um eine Erfahrung reicher 😉

Das Boot brachte uns zurück an die Anlegestelle. Dort kämpften wir uns durch die – fast schon aggressiven – Souvenirverkäufer zum Tuk-Tuk.

Christof meinte, dass ihm irgendwas heute fehlte. Ach ja, Tempel 😉 Unser Fahrer schaute mit uns die Karte durch und wir zeigten auf die noch recht vielen Unbesichtigten.

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Aber vorher gabs noch schnell ein Mittagessen in Christofs Lieblingsrestaurant, das mit den „red plastic chairs“.

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In welchem Restaurant hat man denn so eine Aussicht…

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Mein Mann „brauchte“ auf der Stelle noch eine Karte von Angkor. Deshalb hielten wir am Souveniershop. Dort traf er einen Mann um die Fünfzig. Der stammte aus Irland und lebte schon etliche Jahre in Asien als Lehrer. Zur Zeit war er in Myanmar tätig. Wir fragten ihn etwas über das Land aus und waren erstaunt, dass er gar nicht gut darüber redete. Vielleicht lag es daran, dass er nicht als Tourist dort lebt. Wir werden sehen. Ich war jedenfalls froh, erstmals eine Person aus Irland getroffen zu haben.

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Erstaunlich, welche Juwelen sich tief im Dschungel verstecken…

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In manchen Tempel findet man buddhistische Mönche, die einem ein Glücksband umhängen und ein Räucherstäbchen anzünden. Egal ob es war bringt, schaden wird es auf keinen Fall 😉

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Den Nachmittag verbrachten wir am Pool und genossen das Rumliegen.

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