Tag 14 Ha Tien – Höhlenwanderung 06.10.2014

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Hat Tien besitzt einen Morgenmarkt, eine gute Adresse zum Frühstücken. Gestärkt mit Frühlingsrollen und Reis für Lilo gings los. Erst besorgten wir das Busticket für die Weiterfahrt morgen, dann versuchten wir ein Postamt zu finden. Eigentlich eine simple Sache möchte man meinen… Nach einer halben Stunden rumsuchen gaben wir auf. Die Postkarten müssen also aus Kambodscha gesendet werden 😉

Die Gegend um Ha Tien gehört zwar geographisch zum Mekongdelta, unterscheidet sich aber landschaftlich deutlich. Man findet sehr viele Karstfelsen, ähnlich wie in der trockenen Halongbucht. Meist tifft man in diesen Felsen auch Höhlen, die oft als Tempel genutzt werden. Zwei Felsen haben wir heute besucht.

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Der erste war nicht weit von der Stadt entfernt und auch der einzige, der im Lonely Planet aufgeführt wurde. Wir waren zwar nicht die einzigen Touristen, dafür die einzigen Nicht-Vietnamesen.

Christof bemerkte welch nette Religion das ist, wo man hübsche Frauen anbetet 😉 Wir müssen uns echt ernsthaft mal mit dem Buddhismus auseinandersetzen…

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Was aber mein Religionsmaturant schon wusste war, dass die Swastika „Ewigkeit“ bedeutet.

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Der Tempel befand sich leicht erhöht im Felsen, daher konnte man von den vorhandenen Balkonen bis nach Kambodscha sehen.

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Wir entschlossen uns mal Richtung Grenze zu fahren. Kambodscha in Sicht, mit genügend Abstand, drehten wir um.

Es gab ja noch einen zweiten Berg mit Höhlen zu besichtigen…

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Um den zu erreichen fuhren wir durch eine ländliche Gegend mit dem sattesten Grün, das wir je gesehen hatten.

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Am Berg angekommen warteten wir den täglichen Regen in einem Cafe ab. Lilo nutzte die Gelegenheit um ein wenig zu relaxen. Heute stellten wir fest, dass uns teilweise echt kalt war. Wahrscheinlich durch den Regen mit etwas Wind, fühlten sich die 28 Grad einfach kühler an.

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Der Regen hörte langsam auf und wir konnten den eineinhalb Kilometer langen Rundweg in Angriff nehmen. Über zahlreiche Stufen ging es rauf und runter, vorbei an allerlei Buddhastatuen.

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Sehr beeindruckend war eine riesige Höhle mit einem großen Buddha drin. Draußen regnete es wieder, innen war es mystisch und still.

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Außerdem war die Aussicht von dem erhöhten Wanderweg sehr schön. Ein Blick in die Karte verriet uns, dass es keine 500 Meter nach Kambodscha waren.

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Nur Lilo war teilweise nicht so glücklich, da sie nicht von ihrem Wunscherziehungsberechtigten über die Stufen getragen wurde. Überhaupt kann man sagen, dass sie zur Zeit eine echte Mamaphase hat. Dieser Umstand verschafft meinem Mann viel Freizeit…

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Es ging wieder vorbei an Reisfeldern Richtung Meer. Ha Tien besitzt einen Strand, der heute sehr leer war. Wahrscheinlich ist es bei schönen Wetter hier brechend voll. Wir stellten aber fest, dass wir hier nicht zum reinen Badeurlaub zurückkommen würden.

Fürs Mittagessen suchte ich eine Garküche am Straßenrand mit Sitzgelegenheit aus. Dort machten wir den Anfängerfehler überhaupt. Nicht nach dem Preis zu fragen. Wir hatten schon gesagt, dass wir auf dieser Vietnamrunde nie wirklich zuviel gezahlt hätten. Heute war es soweit. Christof wollte zahlen und der Chef sagte ihm einen Dollarbetrag (wenn sie mit Dollar anfangen stimmt schon was nicht). Mein Mann ließ sich den Betrag in VND umrechnen und es war dann das Doppelte als Normal. Er hat einfach gezahlt und wir einigten uns, dass wir wegen eines Vorfalls nicht all die Ehrlichen vergessen.

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Es ging vorbei an der Statue des ersten Gouvernours der Stadt, Mac Cuu, der auch einem imposanten Familienfriedhof errichten ließ. Den schauten wir als nächstes an.

Es war bereits Abend geworden, ich hatte keinen Hunger, dafür meine Kleinen.

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Es ist heute wirklich erwähnenswert, dass ich gefroren habe und am Abend mit Pulli raus bin…

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Heute war leider unser letzter Tag in Vietnam. Wir verglichen unsere Eindrücke von diesem Urlaub mit dem Trip vor drei Jahren durch Nordvietnam. Landschaftlich interessanter ist sicherlich der Norden, dafür um einiges touristischer. Die Fahrt durch das Mekongdelta mag sich vielleicht langweiliger anhören, jedoch die Situationen mit den Menschen waren herzlicher und einmaliger. Zum Großteil ist sicher das kleine, blonde Kind, das wir mitführen schuld daran. Wir hatten aber auch den Eindruck, dass man als Erwachsener sehr interessant für die Leute hier ist.

Wir freuen uns jetzt schon drauf ein neues Land kennen zu lernen.

 

 

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