Tag 37 Krabi – Begegnung mit einer Schlange 29.10.2013

Als hätte Lilo geahnt, welches sportliche Programm heute anstand, stärkte sie sich noch ordentlich…

Der Regen hatte sich verzogen und der Himmel war klar und blau. Wir liehen uns zwei Fahrräder um Krabi und besonders die Umgebung ein wenig erkunden zu können. Unser Plan war eigentlich nur zwei Nächte hier zu bleiben, aber durch den gestrigen Regentag hängten wir noch eine Nacht an. Das Hotel, in dem wir schliefen gefiel uns nämlich auch sehr. Es war sehr sauber und die Inhaber sehr nett. (und Christof gefiel der Preis 😉

Das Ziel sollte der „Tiger Cave Tempel“ sein, der ca. 8 km außerhalb der Stadt  lag. Mit einem groben Plan im Kopf (in Christof’s Kopf) fuhren wir los und folgten einfach den Hinweisschildern. Dieses wurden irgendwann immer weniger, bis sie dann endgültig verschwanden…

Da die Landschaft aber echt schön war, fuhren wir weiter und entdeckten irgendwann eine Abzweigung zu einer Buddhastatue in einer Höhle. Der Weg war nicht mehr asphaltiert, aber in gutem Zustand.

Plötzlich schrie Christof auf und bremste abrupt ab… Ich hörte nur „Schlange“ und sah vor ihm ein riesenlanges Vieh über die Straße kriechen. Wir einigten uns später, dass sie mindestens zwei Meter lang war. Jedenfalls drehten wir auf der Stelle um und wollten auf diesem Weg unter keinen Umständen weiterfahren. Nach ein paar Minuten beruhigten wir uns wieder ein wenig und auch meine Knie hörten auf zu zittern. Da wir aber trotzdem auf den Buddha gespannt waren, versuchten wir unser Herpetophobie zu überwinden und fuhren auf dem Weg Richtung Buddha zurück. Wir fuhren sehr langsam und scannten ständig den Boden nach Kriechtieren ab. Schließlich erreichten wir eine kleine Tempelanlage, an der sich außer uns nur vier Mönche befanden. Anscheinend verirrte sich nicht allzu oft ein Tourist dorthin. Mit einer freundlichen Geste wies uns einer der Männer in Orange den Weg zu der Buddhastatue. Noch ein wenig von der Schlange geschockt, wanderten wir den steilen Weg hinein in die Grotte, wo der Buddha stand. Auch dieses Mal nahmen wir uns vor, uns daheim ein wenig über den Buddhismus schlau zu machen… 😉

Wieder einmal hatten wir die Erfahrung gemacht, dass man ruhig abseits der ausgetretenen Pfade sich bewegen sollte. Man findet immer wieder interessante Kleinode.

Die Schlange, der Buddha und das Radfahren hatten uns hungrig und vor allem durstig gemacht. Glücklicherweise fiel uns auf der Hinfahrt am Straßenrand eine kleine Garküche mit ein Tischen auf, an denen nur Einheimische saßen. Da musste das Essen ja schmecken. Und tatsächlich – die bestellte Fischsuppe, das Curry mit Huhn und das „Chang“ dazu schmeckten einfach lecker…

Wir wollten aber trotzdem noch den Tiger-Cave-Tempel sehen, wegen dem wir eigentlich losgefahren sind und deshalb fragten wir uns durch.

Nach einer weiteren Dreiviertelstunde Radeln in der Hitze hatten wir unser ursprüngliches Ziel erreicht.

In dieser Grotte, in die 1975 ein Mönch zum Meditieren kam, soll ein Tiger gelebt haben. Daher der Name…

Aber das eigentlich Highlight sollte erst kommen. Neben dem Tempel stand ein Hügel, den man über 1237 Stufen erklimmen konnte. Christof meinte: „da mias ma aufe“

…meine Begeisterung hielt sich vorerst in Grenzen…

Wir erreichten schweißgebadet den Gipfel, doch die Aussicht entschädigte alle Mühen. Vor allem mein Allerliebster fühlte sich sehr geschmeichelt, da ihm einige Male „Superdad“ von entgegenkommenden Asiaten zugerufen wurde 😉

Es sei zu erwähnen, dass ich vor ihm oben war. Mittlerweile scheint sich das Blatt zu wenden und man merkt, dass ich nicht mehr rauche 😉 (Wobei das Ergebnis auch geschmählert wird, denn er hatte Extra Gepäck in Form von 10 kg :-))

Auf dem Weg nach unten mussten wir wieder an meinen Lieblingstieren vorbei 😉

Dann passierte eine Katastrophe für jeden Reisenden…. Christof wollte ein Foto machen, drückte auf den Auslöser, die Kamera machte Klack Klack Klack und rührte sich seitdem nicht mehr… Vielleicht kam irgendwo Feuchtigkeit rein. Schöne Sch…

Auf dieser Reise werden wir mit unserer guten Kamera leider keine Bilder mehr machen können.

Ein klein wenig frustriert fuhren wir in die Stadt zurück und gönnten uns abermals einen gegrillten Fisch. Die Stimmung war zwar ein klein wenig getrübt, das Essen dafür aber umso leckerer 😉

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