Tag 34 Kuala Lumpur – einfach treiben lassen 26.10.2013

Frisch und munter begann dieser Tag, der uns herrlichen Sonnenschein bescherte. Das Frühstücksbuffet war auch heute wieder reichhaltig und im Gegensatz zu den anderen Tagen auch wirklich gut besucht. Wir setzten uns mitten unter die Asiaten und bekamen auch heute wieder einmal eine Kostprobe der asiatischen „Wohlfühlzone“. Bei uns werden ja so 10 – 20 cm Abstand zur nächsten Person als komfortabel angesehen, diesen Abstand sucht man in Asien vergeblich.

Dies hat aber auch seine guten Seiten… Man kommt schneller ins Gespräch 😉 Und so plauderten wir mit einer chinesischen Familie aus Shanghai, die eine Woche Urlaub (fast ihren kompletten Jahresurlaub) hatte und dabei Phuket und Kuala Lumpur besichtigte. Uns fällt immer wieder auf, dass die Leute in Asien weit weniger Urlaub haben als bei uns. Man erntet immer ungläubige Gesichter, wenn wir über unsere Reisedauer berichten. Für die hartarbeitenden Menschen hier ist auch unser Sozialsystem ein schwer erklär- und vorstellbares Gebilde.

Auf dem Weg zur U-Bahn kamen wir an einer Tanzveranstaltung vorbei. Es handelte sich dabei um eine Art Workshop. Wir hatten später in Erfahrung gebracht, dass es „Dancing with the Star“ hieß. Wir schauten ein wenig zu, konnten aber keine Stars ausmachen…

Alle Hauptsehenswürdigkeiten hatten wir bereits abgegrast. Daher fuhren wir mit der U-Bahn einfach drauf los und stiegen in einem Viertel aus, das wir noch nicht gesehen hatten. Wie mein Schatz sagen würde: „es gibt imma wos zu tuan“, schlug ich den Reiseführer wieder zu und wir ließen uns einfach treiben…

Es gefällt uns besonders, dass man irgendwann immer zu einem Markt kommt, bei dem es Allerlei zu entdecken gibt…

wir tippten auf Schaf…

Die Zutaten mussten wirklich frisch sein, denn obwohl die Halle nach außen hin offen war, nicht klimatisiert und das Fleisch und der Fisch ungekühlt, roch es eigentlich noch recht angenehm. Wir nehmen an, dass man hier täglich einkauft und alles gleich verarbeiten muss. Wahrscheinlich schmeckt es deshalb auch so gut hier…

Mit einem Kinderwagen unterwegs zu sein bedeutete in Bangkok manchmal tragen zu müssen, in Kuala Lumpur musste wir dies ständig.

Da es heute sehr feucht und heiß war, reichten uns die drei Stunden Spaziergang und wir beschlossen eine der unzähligen Malls zu besuchen. KL ist übrigens bekannt für die hohe Dichte an Malls.

An jeder Rolltreppe hing ein Verbotsschild für Kinderwägen, aber da es selten einen Lift gab, ignorierten wir dieses.

Flip-Flops sind in dieser Klimazone das einzig brauchbare Schuhwerk. Die Füße werden nur leider sehr schnell schmutzig und man bekommt auch leicht einen Abdruck der Schuhe..

In einer Großstadt wie Kuala Lumpur hatten wir eine Sorge weniger – wo sollen wir die Kleine wickeln. Jede neuere Mall verfügte über Wickelräume, in denen manchmal auch ein bequemer Stillsessel stand.

Im „Lonely Planet“ stand, das man in den Food Courts der Malls teilweise das beste Malayische Essen bekommt. Dem wollten wir heute nachgehen. Und tatsächlich bekamen wir ein richtig leckeres Mittagessen serviert. Die Verkäuferin meinte, dass das chicken not spicy wäre, so gedachten wir Liselotte mitessen zu lassen. Man darf sich in Asien nie auf solche Aussagen verlassen, den das Schärfeempfinden scheint ein wenig von unserem abzuweichen. Auch heute wieder….

….so holten wir für Lilo Nudeln mit Gemüse, die sie schmatzend verspeiste.

Nach dieser Stärkung musste etwas trainiert werden…

Eine komfortable Besonderheit dieser Mall war, dass sie über „Gangways“ mit der Mall unter den Petronas Towers verbunden war. Es war noch relativ früher Nachmittag und so folgten wir diesem langen Weg zu den Türmen. Wir vermuteten, dass es um die zwei Kilometer waren…

Ziemlich erschöpft kamen wir irgendwann in unserem Hotel an. Davor stand ein Land Rover, der Christof ins Auge stach. Er meinte, man müsste damit von zu Hause hier her fahren.

Man achte auf das Kennzeichen….

Ich befürchtete, dass soeben ein neues Projekt bei Christof im Kopf „in Planung“ gegeben wurde 😉

Da wir auf den Rücksitzen zwei Kindersitze ausmachen konnten, nahmen wir an, dass es sich um eine schweizer Familie mit zwei kleinen Mädchen, die wir beim Frühstück gesehen hatten, handelte.

Wir spielten noch ein bisschen mit der Kleinen, skypten ein wenig, aßen noch Wassermelone und legten uns hin. (und einer von uns träumt von einer Weltreise 😉 im Land Rover.)

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