Tag 1 Bangkok (Ankunftstag) 23.09.2013

Endlich waren wir da.

Raus aus dem Flieger und in der Gangway kam uns schon die erste feuche Wärme entgegen. Ach, wie wir uns einfach freuten.

Dann die erste, kurze Ernüchterung bei der Einreise. Da standen bestimmt 200 Menschen an 8 Schaltern und wollten alle einreisen. Oh je dachten wir und stellten uns an. Keine Minute später kam eine Mitarbeiterin vom Flughafen und sagt zu uns „Baby, follow me.“ Wir tauschten kurz einen verwunderten Blick aus und folgten ihr einfach. Auf dem Weg kam uns noch ein anderes Paar aus dem Flieger mit ihrem 6 Monate alten Baby entgegen und die wurden auch gleich von der Frau aufgefordert ihr zu folgen und wir wurden alle in einen angrenzenden Bereich gebracht, wo Schwangere, Kinder, Senioren und Behinderte schneller einreisen konnten. Ich glaube keine 10 Minuten später waren wir eingereist, am Gepäckband, wo bereits unsere Rucksäcke und Buggy vorbeifuhren und gingen durch den grünen Kanal aus dem Sicherheitsbereich. Jetzt hieß es nur schnell einen ATM suchen, Geld ziehen, ein Klo finden, um Liselotte zu wickeln und dann noch Wasser kaufen. Gesagt getan und schon waren wir auf dem Weg um mit der Bahn in die Innenstadt zu fahren. Auf der Strecke zum Hotel hätten wir 2 mal umsteigen sollen und so entschlossen wir uns an der ersten Umsteigemöglichkeit ein Taxi zu nehmen und so weiterzufahren.

Leider hatten wir einen Taxifahrer erwischt, der sich anscheinend nicht gut auskannte und so zog sich die Fahrt extrem. Mittlerweile kurvten wir um die Strassen und Christof versuchte dem Taxifahrer zu erklären, dass er das Hotel schon gesehen hat und wir eigentlich nach links müssten 😉

Man hat das Gefühl, dass Thais, wenn sie etwas nicht wissen, lieber Schweigen, um ihr Gesicht nicht zu verlieren. Gott sei Dank war das trotzdem alles entspannt, da Liselotte ruhig war und auch interessiert aus dem Fenster sah.

Nach ca. 1h Fahrt hat der Fahrer die Strasse doch gefunden und wir waren froh endlich anzukommen. Unser Zimmer war auch schon fertig und einem 3 Stunden Schlaf stand nun nichts mehr im Weg. Wir waren alle 3 so müde, dass wir ins Zimmer kamen, uns aufs Bett legten, den Wecker stellten und sofort einschliefen.

Am Nachmittag wollten wir erstmal was Essen und ein wenig die Gegend erkunden. Unser erstes Ziel war eine Garküche am Strassenrand und wir 2 aßen frisch gekochtes Thai-Essen. Welch ein Genuss. Gekostet hat es für beide ca. 2 Euro und frisch gestärkt ging es weiter.

Wichtig war es auch noch nach Gläschen und Windeln für Liselotte zu schauen, da unsere Vorräte bei Beiden bereits zur Neige gingen. (Windeln haben wir einen eisernen Vorrat, der wirklich nur für den Notfall gedacht ist)

Relativ nahe am Hotel gibt es ein kleines Einkaufszentrum mit Supermarkt, Starbucks, KFC etc. Auch hier gab es nur die ganz kleinen Gläschen wie an Bord und mit ca. 2 Euro pro Stück sind sie nicht auf der billigen Seite. Jetzt war es schon an der Zeit nach Ersatz zu suchen, da Gläschen zwar eine Option sind, aber wahrscheinlich eher schwierig auf dem Land oder außerhalb Bangkok´s zu bekommen. Im Internet haben wir nochmal gegoogelt und herausgefunden, dass Thais das Essen für die Babies selber zubereiten und deshalb ein Bedarf an Gläschen eher gering ist. Deshalb auch das „kleine“ Angebot mit 2 Marken und ca. 20 Gläschen. Für heute stellte die Tatsache kein Problem mehr dar, denn wir haben auch Brei mitgebracht.

Aber es stellte sich ein neues Problem ein, denn ich (Kareen) begann ein Kratzen im Hals zu spüren. Ich merkte plötzlich, dass ich mich gar nicht mehr so wohl fühlte und wir sind dann in die nächste Apotheke gegangen um mir irgendwas gegen das Kratzen zu holen.

Der Verkäufer war sehr freundlich und ließ sich von mir die Symptome schildern und wollte mir dann Pillen geben. Ich hab ihn dann gefragt, ob er Saft hat und er gab mir ein thailändisches Medikament in Thai-Schrift 😉 Auf Nachfragen erklärte er mir noch 3 mal täglich und schon gingen wir. Beim Auspacken fand ich eine braune Soße vor. Nun hatte ich die Wahl, entweder nehmen und hoffen, dass es hilft oder nicht nehmen und vermutlich richtig krank werden. Ich entschied mich für doch nehmen 😉 Das hat aber Überwindung gekostet.

Nach einem leckeren Kaffee beim Starbucks entschlossen wir uns spontan nach Patpong zum Nachtmarkt zu fahren. Christof kennt dieses Viertel bereits und es sozusagen die Touristenmeile mit vielen einschlägigen Bars etc. in Bangkok. Hier bekamen wir auch zum ersten Mal die gemischten „Paare“ zu Gesicht. Also europäische Männer mit Thaifrauen.

Eigentlich hatte ich erwartet, dass das Strassenbild hauptsächlich durch diese Konstellationen geprägt ist, aber dem ist nicht so. Man sieht sie vereinzelt Hand in Hand durch die Strassen schlendern oder Essen in Restaurants, aber dominiert wird das Bild von kleinen Frauengruppen oder Paare. Vereinzelt trifft man auch Familien mit Kindern. Auch hier komplett durchmischt. Mal Familien mit Babies, Kleinkindern oder auch größere Kinder. Das ist relativ interessant und man fängt automatisch an zu schauen mit welchem Equipment diese Familien reisen. Auch mit Buggy wie wir oder mit Tragetüchern?

Sehr auffällig ist auch wie lieb die Liselotte von den Thais aufgenommen wird. Die Leute bleiben einfach stehen oder kommen zu uns an den Tisch und versuchen die Kleine zum Lachen zu bringen und spielen mit ihr. Das ist total lieb anzuschauen und bringt uns immer alle zum Lachen.

Mittlerweile war es dann schon früher Abend und auf dem Weg ins Hotel sind wir noch auf eine kleine Tom-Kha-Gai Suppe stehengeblieben und sind dann zurück ins Hotel.

Der restliche Abend war dann von Blog schreiben und die Kleine bettfertig machen geprägt.

die Sorge keine Windeln zu finden, hatte sich eben in Luft aufgelöst…

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